Leistungsvergleich an dem Beispiel der Venenoperation gegen Krampfadern

Dieses Beispiel habe ich gewählt, weil es hier zum einen eine Operationsmethode gibt, die zum Standardkatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehört, das sogenannte Stripping.

Das Pendant als IGeL Leistung ist die Entfernung von Krampfadern mit dem Endolaser. Bemerkenswert ist für diese Methode, dass sie im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen von privaten Krankenkassen bezahlt wird.

Auf den Prüfstand gestellt werden soll der Standpunkt der gesetzlichen Krankenkassen, dass alles was medizinisch notwendig und sinnvoll ist, auch Bestandteil des eigenen Leistungskataloges ist (s. vorherige Seite). 

Gegenüberstellung:

Endolaser (IGeL)

Operatives Stripping (GKV)

sehr gute Verträglichkeit

gute Verträglichkeit

schonender Eingriff in lokaler Betäubung

Vollnarkose

ambulant (Sie sind am gleichen Tag 
wieder zu Hause)

stationärer Aufenthalt

deutliche Senkung Thromboserisikos

deutliche Senkung Thromboserisikos

Tragen der Kompressionsstrümpfe:

1 Woche

Tragen der Kompressionsstrümpfe:

4 Wochen

eine kleine Narbe max. 2 cm

mehrere kleine Narben

keine oder kaum Blutergüsse

starke Blutergussbildung

Rekanalisierung der Vene mit

normaler Funktion

Vene ist für immer entfernt

nicht bei allen Stadien der Venenerkrankungen

keine Beschränkung

Kostenübernahme nur durch 
Privatkassen

gesetzliche Kassenleistung

Die Gegenüberstellung zeigt: die klassische Methode ist ein eher blutig Geschäft unter Vollnarkose. Mehrmonatiges Tragen von Kompressionsstrümpfen so wie längere Krankschreibungen sind die die Folgen.

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der Methode "Endolaser" um ein schonendes Verfahren, das kaum 30 Minuten in Anspruch nimmt, meist ohne Vollnarkose auskommt und Krankschreibungen von lediglich 2 Tagen erfordert.

Durch den punktuellen Einstich für das Laser-Endoskop entsteht nur eine kleine Narbe. 

Fazit

Bei Betrachtung dieses Beispieles kommen doch erhebliche Zweifel auf, ob die Eingangs-Behauptung der gesetzlichen Krankenkassen aufrechterhalten werden kann.

Auch nach Eingehender Recherche im Internet ließ sich nicht ein einziger Punkt finden in dem das klassische Stripping der Endolaser-Methode überlegen ist. Ganz besonders sei an dieser Stelle noch einmal auf den volkswirtschaftlichen Nutzen durch die geringe Ausfallzeit durch Krankheit hingewiesen.

An dieser Stelle wäre es brandwichtig, wirkliche Erfahrungsberichte zu diesen Methoden zu sammeln. Hierzu wird in den kommenden Tagen auf dieser Seite ein Forum entstehen, auf das hier als Vorankündigung schon einmal hingewiesen sei.

 
 

Die kranke Vene wird mit der Kraft des gebündelten Lichts (des Lasers) millimeterweise Punkt für Punkt schmerzfrei gewissermassen verklebt. 

Der Hautarzt Prof. Dr. Herouy aus Baden-Baden veröffentlicht einen Film zur Funktion des Endolaser